Beobachtungbericht 25.8/26.8.2000
Grenzhelligkeit ca 6m0+
Beobachtungsort:Stoppelacker fernab jeglicher Beleuchtung
15Km NW Kaiserslautern 49°31'Nord 7°37'Ost
Instrument Meade 2080 8"SC Feldstecher 10X50
Vergößerungen:50,80,114,160,210,333
Beobachtete Objekte:M15,M31,H und Chi Persei
Einem guten Tipp meines Teleskopverkäufers folgend suchte ich
den von ihm
empfohlenen Beobachtungsplatz auf
Nachdem ich mir ein "schattiges Plätzen" auf freiem
Feld ausgesucht hatte lud ich
mein Teleskop aus dem Kombi und baute um ca 21Uhr auf
Rundherum rauschten die Windgeneratoren (ich befand mich auf
einem Hochplateau
in einer leichten Senke)und hatte Zeit meinen Beobachtungsplatz
zu inspizieren:
Die nächsten Lichter zweier kleiner Ortschaften befanden sich ca
5-6Km nordöstlich
und störten keineswegs
Zwischen 22 und 22.30Uhr wurde es schön dunkel und ich bekam den
Mund nicht
mehr zu. So hatte ich den Himmel noch nicht bewusst erlebt: Das
Band der Milchstraße
spannte sich im Bogen über den ganzen Himmel, die Schildwolke
unterhalb vom Schwan
zum Greifen nahe
Owohl das Teleskop schon ausgekühlt war griff ich doch zuerst
zum Feldstecher und
genoss die Sternhaufen unterhalb der Cassiopeia und die
Dunkelwolken um Deneb im
Schwan, auch die Andromedagalaxie war ein eindrucksvolles Objekt
das in seiner vollen
Ausdehnung ca 1/2 des Fernglasgesichtfeldes füllte
Nachdem ich mich mit einem guten Schluck Baldrian wieder beruhigt
hatte gings dann ans
Telekop dass schon ungeduldigauf mich wartete :-)
Zuerst H und Chi Persei: einfach mittig zwischen Cassiopeia und
Perseus reingehalten und
da war er, der Doppelte offene Sternhaufen im 40er Pentax in
seiner ganzen Pracht
Hunderte von Sternen drängten sich im 1.3° Gesichtsfeld bei 50-facher
Vergrößerung, ich
konnte mich garnicht sattsehen
Nachdem ich meine Fassung wieder erhalten hatte, ein kurzer
Schwenk nach rechts zur
Andromeda, sie passte nicht ins Gesichtsfeld dafür waren aber
beide Begleitgalaxien M32 und
M110 schön zu sehen, die eine fast sternförmig die andere
diffus, neblig und schwach
Zuguterletzt kam noch M15 an die Reihe:Laut Karkoschka ein gutes
Stück recht vom
Pegasusviereck in der Verlängerung zweier Sterne zu finden
Nach ca 1min hatte ich ihn gefunden, nicht ganz so groß wie M13
auch ist das Zentrum
viel dichter gepackt
Einzelsterne selbst bei 333-fach nur in den Randbereichen, aber
insgesamt auch ein schöner
heller Kugelsternhaufen
Um ca 1Uhr endet die schöne Session da ich am Samstagmorgen noch
einiges zuerledigen habe
Als nächstes werde ich mir die Cirrusnebel (NGC6992,6960)und
den Nordamerikanebel(NGC7000) im Schwan vorknöpfen,und wenn´s
die Zeit zulässt den
Orionnebel(M42)dann kann der 2" OIII zeigen was er kann
Clear Skies
Roland